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AOK: Wirkstoffgleiche Medikamente sind austauschbar

Arzt hat Therapiehoheit und gewährleistet Patientensicherheit

Erschienen am 22. Juli 2009

Zur aktuellen Kritik einzelner Pharmaver- bände, Nachahmerpräparate (sogenannte Generika) wären nicht austauschbar und würden die Patientensicherheit gefährden, meldet sich jetzt die AOK zu Wort und weist die Vorwürfe als unnötige Panikmache der Pharmalobby zurück: "Wir lassen es nicht zu, dass die Pharmalobby mit ihren Angriffen den Arzt als Therapie- verantwortlichen in Frage stellt und dazu noch die Patienten verunsichert", so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg und bundesweiter Chefunterhändler der AOK-Arzneirabatt- verträge am Montag (20.07.2009) in Stuttgart. Wer von seinem Arzt ein Medikament verordnet bekomme, muss und kann sich darauf verlassen, dass die Auswahl der Arznei vom Arzt stets unter Berücksichtigung des Krankheitsbildes erfolgt. Hermann: "Wer hieran zweifelt, unterstellt dem gesamten ärztlichen Berufs- stand mangelnde Verantwortung und Inkom- petenz. Außerdem würden sich Patienten mit Recht massenhaft beschweren, was

nicht der Fall ist. Im Gegenteil: Die bestehende Arzneimittelsicherheit wird durch die AOK-Rabattverträge noch gestärkt, weil zwei Jahre lang ein Wechsel der Produkte entfallen kann."

Die Pharmalobby betreibe ein paradoxes Spiel: Einerseits wolle sie den Austausch von wirkstoffgleichen Medikamenten ver- hindern, weil Beipackzettel rabattierter wie nicht rabattierter Arzneimittel bei gleichem Arzneiwirkstoff nicht komplett identische Anwendungsgebiete ausweisen würden. Andererseits habe die Pharmaindustrie den Austausch wirkstoffgleicher Arzneimittel selbst forciert. Hermann: "Jedes Pharma- unternehmen hat doch ein eigenes Interesse daran, mit seinem Generikum möglichst alle wesentlichen Krankheiten abzudecken, für die sich der jeweilige Wirkstoff bewährt hat. Fälle, in denen der Patient im Beipackzettel sein Anwendungsgebiet nicht findet, können deshalb nur Ausnahmefälle sein. Sollte das vorkommen, muss der Hersteller den Arzt umfassender und schneller informieren."

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