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Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW- Berlin

Ausweitung der Vermögensbesteuerung trifft auch Ärmere

Erschienen am 22. Juli 2009

Angesichts der Finanzkrise sowie einer steigenden Ungleichverteilung der Vermögen wird in Politik und Öffentlichkeit der Ruf nach „Reichensteuern“ lauter. Tatsächlich besteuert Deutschland die Vermögen im internationalen Vergleich niedrig. Vor allem über die Grund- und die Erbschaftsteuer ließe sich das Steueraufkommen nennens- wert steigern, wie eine aktuelle Studie des DIW Berlin zeigt. „Schon eine Anhebung auf den EU-Durchschnitt kann zusätzliche 25 Milliarden Euro einbringen“, sagte DIW-Steuerexperte Stefan Bach. „Solche hohen Beträge lassen sich aber nicht erzielen, wenn man nur die Reichen schröpft.“

Erhöhung der Grundsteuer trifft Ärmere stärker als Reiche

Großes Potential für ein höheres Steueraufkommen sieht DIW-Steuerexperte Stefan Bach in der Grundsteuer und der Erbschaftsteuer. „Die Grundsteuer ist für Gemeinden eine wichtige Einnahmequelle, die in vielen Ländern eine größere Rolle als

bei uns spielt“, sagte Stefan Bach.

Sie orientiere sich in Deutschland an völlig veralteten Immobilienwerten aus dem Jahr 1964, in Ostdeutschland sogar von 1935. Da sich die Werte für Grundstücksarten, Wohnlagen oder Regionen seitdem erheblich geändert habe, sei eine Neubewertung dringend notwendig. „Bei der Gelegenheit könnte man die Grundsteuer stärken“, sagte Stefan Bach. „Dies würde allerdings die Wohnkosten erhöhen und damit die ärmeren Haushalte gemessen am Ein- kommen stärker treffen als die Besser- verdiener.“

Jüngste Reform der Erbschaftsteuer ging in die falsche Richtung
Dagegen konzentrieren sich Steuern auf das persönliche Gesamtvermögen oder auf Erbschaften gezielt auf die Wohlhabenden, sofern sie hohe Freibeträge vorsehen. Aktuelle Vorschläge zur Vermögensteuer oder zu Vermögensabgaben sehen Frei- beträge von 500 000 Euro vor.

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